Gesundheit und Wohlbefinden
Was es wirklich bedeutet – und wie du es erreichst
Viele wünschen sich „mehr Gesundheit“ und „mehr Wohlbefinden“ und sind gleichzeitig frustriert, weil sie nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Einige probieren eine neue Ernährung, oder eine Morgenroutine, andere starten mit Sport und geben schnell wieder auf. Oft fehlt kein Wille, sondern ein System: Wohlbefinden baust du Schritt für Schritt auf. Stärke deine körperliche und mentale Gesundheit
In diesem Artikel klären wir:
- Was Gesundheit und Wohlbefinden wirklich bedeutet
- warum es bei jedem anders aussieht
- und wie du es mit einfachen, realistischen Schritten erreichst
Ein hilfreiches Bild:
- Gesundheit ist das Fundament (Körperliche & mentale Gesundheit funktionieren stabil).
- Wohlbefinden ist das Wohnen im Haus (wie es sich innen anfühlt)
Beides hängt zusammen, aber es ist nicht dasselbe. Du kannst körperlich „gesund“ sein und dich trotzdem innerlich leer fühlen. Und umgekehrt kannst du Herausforderungen haben und trotzdem Phasen von echtem Wohlbefinden erleben. .
Warum sich Gesundheit und Wohlbefinden für jeden anders anfühlt
Wohlbefinden ist persönlich. Für eine Person bedeutet es: morgens fit aufstehen, sportlich sein, leistungsfähig arbeiten. Für eine andere: weniger Grübeln, besser schlafen, weniger innere Anspannung.
Entscheidend ist nicht, was „ideal“ klingt, sondern was für dich spürbar den Unterschied macht.
Eine einfache Faustregel:
80/20 statt 100/0
Du brauchst keine perfekte Routine, sondern eine, die du realistisch leben kannst. Den nur so bringt sie den gewünschten Erfolg, weil diese Nachhaltig ist und du somit deine körperliche und mentale Gesundheit förderst, welche sich positiv auf dein Wohlbefinden auswirken.
Die 7 wichtigsten Hebel für Gesundheit & Wohlbefinden
1) Schlaf: der größte Verstärker
Schlaf ist der Hebel, der fast alles beeinflusst: Stimmung, Stressresistenz, Appetit, Konzentration, Regeneration. Und doch ist er für viele ein Problem, obwohl er das normalste und gesündeste ist was es gibt. Viele Menschen können einfach nicht schlafen weil ihr Stresslevel zu hoch ist. Daher sind Tiefenentspannungsübungen im Alltag nicht nur gut um den Stress tagsüber zu senken, sondern verbessert auch den nächtlichen Schlaf und steigert das Wohlbefinden signifikant.
Praktische Schritte:
- Möglichst ähnliche Schlafenszeiten (nicht perfekt, aber regelmäßig)
- 30–60 Minuten „Runterfahren“ vor dem Schlaf (weniger Reiz-Input)
- Mind. 60 Minuten vor dem Schlafengehen kein Handy und kein TV
- Tageslicht am Morgen (hilft dem Rhythmus)
- Koffein nicht zu spät (bei vielen: ab Nachmittag spürbar)
- Leichte verdauliche Kost und nicht später als 20 Uhr
- Regelmäßige Entspannungsübungen: Sehr hilfreich sind professionelle geführte Tiefenentspannungen, bei denen du dich sicher und Wohlbehütet fühlen kannst.
Min Check:
Wachst du erholter auf, als du ins Bett gegangen bist?
Wenn nicht: Fang hier an.
2) Stress & Nervensystem: runterregeln statt „durchziehen“
Viele versuchen Stress „im Kopf“ zu lösen. Aber dein Körper spielt dabei eine sehr wesentliche Rolle. Wenn dein Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus ist, fühlst du dich schneller gereizt, müde, unruhig oder überfordert. Über einen längeren Zeitraum führt das unweigerlich zu Überforderung und du brennst aus.
Kurz-Übung (2 Minuten):
- Atme 4 Sekunden ein
- Atme 6–8 Sekunden aus
- Wiederhole das 8–10 Mal
Langsames Ausatmen signalisiert deinem System: „Es ist sicher.“ Ein regulierte Nervensystem wirkt sich ganz automatisch positiv auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden aus.
3) Ernährung: stabil statt perfekt
Ernährung wird oft zu kompliziert. Dabei geht es für Wohlbefinden meist um drei Dinge: Den Körper zu entlasten und ihm die Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, die ihm zu Energie und Stabilität verhelfen. Das ist im wesentlichen eine antientzündliche und basische Ernährung. Viele glauben, dass eine gesunde Ernährung sich nur auf den Körper positiv auswirken kann. Das stimmt so nicht. Mit einer gesunden Ernährung kannst du nicht nur auf deinen Körper einen positiven Effekt ausüben, sondern auch auf deine mentale Gesundheit.
Einfaches Grundprinzip:
- Protein (z. B. Hülsenfrüchte, Tofu, Skyr/Quark, Eier, Sehr wenig Fisch/Fleisch und keine verarbeiteten Fleischprdukte)
- Ballaststoffe (Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Beeren)
- Genug trinken
Wenn du zu wenig isst oder sehr unregelmäßig, kippt häufig auch die Stimmung. Nicht weil du „schwach“ bist, sondern weil dein System unterversorgt ist. Dieser Blog zum Thema Ernährung und Wohlbefinden könnte auch interessant sein. Klick HIER
4) Bewegung: Körperliche Bewegung Sport ohne Leistungsdruck
Bewegung ist nicht nur „Sport“. Sie ist ein direkter Regulator für Stress, Schlaf und Stimmung und wirkt sich positiv auf dein deine Gesundheit und dein Wohlbefinden aus.
Minimal-Start (realistisch)
- täglich 20 Minuten gehen
- 2× pro Woche leichte Kraftübungen (z. B. Kniebeugen, Liegestütz an der Wand, Rudern mit Band)
Wichtig: Mach Bewegung nicht zur Bestrafung („weil ich gestern…“), sondern zur Unterstützung („damit ich mich besser fühle“).
5) Beziehungen: Energiequellen und Energieräuber
Wohlbefinden ist auch sozial. Manche Kontakte geben dir Ruhe, Sicherheit und Freude. Andere kosten dich Kraft – durch Drama, Kritik, Druck oder ständige Grenzverletzungen und wirken sich dadurch negativ auf deine Gesundheit und dein Wohlbefinden aus. Viele nehmen eine Toxische Beziehung in kauf, um nicht alleine zu sein und gefährden dadurch ihre mentale Gesundheit
Reflexionsfrage:
Mit welchen Menschen fühlst du dich leichter – und nach welchen schwerer?
Das ist kein Urteil über Personen. Es ist ein Hinweis auf dein Nervensystem.
6) Grenzen & Selbstfürsorge: ohne Schuldgefühle
Viele wissen, was ihnen guttun würde, machen es aber nicht – weil sie sich verantwortlich fühlen, niemanden enttäuschen wollen oder „funktionieren müssen“. Bei Müttern ist diese Tugend oft sehr verbreitet. Aber gerade Mütter brauchen oftmals die ICH Zeit sehr dringend, schaffen es aber nicht ihre ICH Zeit einzufordern, auch wenn es nur kurz ist. Deine Gesundheit und dein Wohlbefinden danken es dir.
Selbstfürsorge ist nicht egoistisch. Sie ist die Basis, damit du überhaupt konstant geben kannst.
Hilfreiche „Nein“-Sätze
- „Ich schaffe das diese Woche nicht.“
- „Ich brauche Bedenkzeit, ich melde mich.“
- „Das passt für mich nicht, aber danke fürs Fragen.“
Grenzen sind kein Konflikt – sie sind Klarheit.
7) Sinn & Fokus: was dich innerlich trägt
Wohlbefinden entsteht nicht nur durch „weniger Stress“, sondern auch durch „mehr Richtung“. Ein kleiner Sinn-Anker kann viel verändern: ein Projekt, ein Ziel, Natur, Kreativität, Lernen, Beziehung, Beitrag. Ein sinnerfülltes Leben trägt ebenso zu Gesundheit und Wohlbefinden bei
Mini-Übung:
Schreib 3 Dinge auf, die dir wirklich wichtig sind.
Und dann: Was wäre ein kleiner Schritt diese Woche, der dazu passt?


